Assessor jur. Detmar Hoeffgen
Kirchstr.51
55597 Wöllstein
Tel.:06703-3038-69
Justizminister Mertin
-sehr persönlich-
Ernst-Ludwig-Str.3
55116
Mainz
2.2.2005
Ihr Schreiben vom 7.1.2005 an den
Abgeordneten RA Baldauf
Az 4121E00-4-86
Sehr geehrter Parteifreund Mertin,
o.a. Schreiben wurde mir von Herrn
Baldauf zugeleitet.
Dieses Schreiben weckt in mir
erhebliche Zweifel an Ihrer Redlichkeit.
Sie sind seit über 4 Jahren über
die Unzulänglichkeiten der staatsanwaltlichen Arbeit informiert. (Mein
Schreiben vom 28.7.2000, Ihr Zeichen der Antwort 4121E00-4-86). Bis heute
sind Sie zig Mal und immer wieder aus verschiedenen Richtungen darauf
gestoßen worden. Jetzt sind Sie von einem Landtagsabgeordneten gefragt
worden, und das alles kann Sie nicht veranlassen, sich mit den zugrunde
liegenden Fakten zu befassen.
Ihr o.a. Schreiben ist wohl der Gipfel
der Ignoranz.
In der Anlage finden Sie meine
Strafanzeige gegen die Staatsanwältin Dietrich. Diese Strafanzeige haben Sie
in Ihrem o.a. Schreiben (letzter Absatz) als „haltlos“ bezeichnet.
Ich nehme nicht an, dass Sie diese
Einschätzung weiterhin aufrechterhalten werden, wenn Sie die Anzeige selbst
gelesen haben.
Für die Staatsanwältin Dietrich und
denjenigen, der sie zu dieser Rechtsbeugung angestiftet hat, ist die
Anzeige wohl das Ende der Karriere. Deshalb wird die Anzeige vertuscht.
Exakt genau so verhält es sich mit den
angeblichen „mehrfachen sorgfältigen Prüfungen des Sachverhalts“, wie Sie
geschrieben haben.
Nehmen Sie die
Strafanzeige, die ich gegen Sie beim Generalbundesanwalt erstattet
habe. Dann erkennen Sie die staatsanwaltschaftlichen Versäumnisse bei der
Ermittlung in diesem stümperhaft inszenierten Prozessbetrugs.
3131 Js 011333/99
Vorstehenden Ausführungen zufolge sind
Sie kein Opfer falscher Informationen sondern Täter krimineller Handlungen.
Nach meinen Akten beruft sich sogar der Bürgerbeauftragte auf Ihre
ausdrückliche Zustimmung zu den beiden Petitionsfällen, die aufgrund
falscher Stellungnahmen der StA Mainz zur Ablehnung geführt haben. (Ihr
Schreiben)
Sie stellen mich dar als einen
offenbar kranken Querulanten, der es nicht verkraften kann, dass er einen
Zivilprozess verloren hat.
Ich habe als Rechtsanwalt mehrere
Prozesse verloren und kann sehr gut damit umgehen, wenn es nach Recht und
Gesetz geschehen ist.
Was ich aber nicht hinnehme ist,
durch einen primitiv angelegten Prozeßbetrug, der noch dazu mit einem
Meineid bewerkstelligt wird, zu verlieren.
Noch weniger nehme ich es hin, dass
die Staatsanwaltschaft Mainz nicht in willens oder in der Lage ist, diesen
primitiven Sachverhalt zu ermitteln und zur Anklage zu bringen.
Ich muss nach Lage der Dinge davon
ausgehen, dass Ihr Haus eine gleichgeartete ehrenrührige Einschätzung wie im
o.a. Schreiben auch an unsere Parteifreunde, den
Bundespräsidenten, den Ministerpräsidenten, an nachfragende Journalisten
und wohl auch an weitere Personen gegeben hat.
Daher muss ich ganz entschieden
reagieren.
Ich suche nach einer Erklärung für Ihr
auf den ersten Blick unverständliches Verhalten. Die Vorgänge sind mit
unseren gemeinsamen liberalen Grundsätzen nicht im Geringsten vereinbar.
Eine Erklärung kann die sein, dass Sie
in Ihrer Entscheidungsgewalt nicht frei, sondern abhängig von Personen sind,
die Sie in der Hand haben und Ihren Schutz einfordern.
Politische Erpressung ist genau so
wenig von der Hand zu weisen wie Korruption. Frau Hohlmeier in Bayern
beweist das in folgerichtiger Nachfolge ihres Vaters.
Dieses Schreiben bleibt bis zum 12.2.
unter uns.
Ich biete Ihnen nochmals ein
persönliches Gespräch an, damit wir gemeinsam eine möglichst schadenarme
Lösung erörtern können. Dabei können wir gerne die Themen Rechtsstaat,
Menschenverachtung und Verantwortung besprechen.
Am 10.2. werde ich zu meiner
Ehrenrettung dieses Schreiben per e-mail veröffentlichen.
Möglicherweise werden Sie Ihre Lage
erst begreifen, wenn Sie im Landtag auf Fragen der Abgeordneten keine
Antwort mehr zusammenbekommen.
Auch gehe ich davon aus, dass die
getäuschte Presse sich dann endlich mit diesem skandalösen Sachverhalt
befasst.
Sie können mir wahrlich nicht
vorwerfen, ich hätte nicht alles nur Mögliche getan, um Sie und unsere
Partei vor Schaden zu bewahren.
Bitte bestätigen Sie mir persönlich,
dass Sie dieses Schreiben erhalten haben. Ich habe allen Grund, selbst in
dieser Hinsicht misstrauisch zu sein.
Hochachtungsvoll
Detmar Hoeffgen
Anlage
Strafanzeige gegen StA´in Dietrich
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