Assessor jur. Detmar Hoeffgen                                                            Kirchstr.51

                                                                                                           55597 Wöllstein

                                                                                                           Tel.:06703-3038-69

                                                                                                         

Hans-Dietrich Genscher

-sehr persönlich-                                                                                21.5.2002

 

Lieber Parteifreund Genscher">

Assessor jur. Detmar Hoeffgen                                                            Kirchstr.51

                                                                                                           55597 Wöllstein

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Hans-Dietrich Genscher

-sehr persönlich-                                                                                21.5.2002

 

Lieber Parteifreund Genscher,

dies ist ein Alarmruf und vielleicht sind Sie der erste in der Partei, der ihn in seiner ganzen Bedeutung versteht.

Vorher aber möchte ich Ihnen als Bürger dieses Staates  danken.

Sie haben in Ihrem politischen Wirken nach meiner Einschätzung mehr für dieses Land getan als irgendein anderer.

Aufgrund der damaligen Perspektive liberaler Politik bin ich 1972 in die Partei eingetreten. Insbesondere der unverrückbare Standpunkt absoluter Rechtsstaatlichkeit war aussschlaggebend.

Weil eine funktionierende Rechtsordnung unverzichtbarer Bestandteil eines freiheitlichen Staates ist und gegen jeden Angriff verteidigt werden muss, wende ich mich an Sie, weil mein Anliegen, und damit das aller rechtstreuen Bürger, beim Justizminister von Rheinland-Pfalz, Herbert Mertin, dem neuen Kanzlerkandidaten Westerwelle und vielen von mir per E-Mail informierten Parteifreunden ignoriert wird.

Derartige Ignoranz ist doch sehr untypisch für die FDP.

Was jetzt kommt, hört sich unglaubwürdig an, aber seien Sie sicher, dass ich alles  beweisen kann.

Seit zwei Jahren kämpfe ich gegen Manipulation, Rechtsbeugung und Strafvereitelung der Justizbehörden. Der Ausgangsfall ist ein primitiver, von jedem sofort erkennbarer Prozessbetrug, den ich angezeigt habe. In dessen Verlauf wurde ein Meineid geleistet. Der Fall ist aus 1998 !

Ich möchte nur wenige Fragen beantwortet haben, die sich alle auf die Ermittlungen in diesem Fall beziehen:

Warum bearbeitet der Behördenleiter der Staatsanwaltschaft Mainz, Klaus Puderbach, meine Beschwerde von vor mehr als zwei Jahren (Genau vom 1.3.2000) trotz mehrfacher Anmahnung über den Justizminister, den Generalstaatsanwalt und den Ministerpräsidenten Kurt Beck  nicht?

Warum werden die Beweise nicht erhoben, die nach dem Inquisitionsprinzip zur Erforschung der materiellen Wahrheit unverzichtbar  sind? (StPO)

Warum werden insbesondere die Zeugen nicht gehört?

Warum deckt der Justizminister dieses kriminelle Verhalten der Staatsanwaltschaft?

Zur Beantwortung  muss man folgendes wissen:

Der Justizminister wollte auf den vakanten  Sessel des Landgerichtspräsidenten eben diesen Puderbach heben und ist damit kläglich gescheitert. Die Presse sprach von „Koalitionskrise“  (Allgemeine Zeitung vom 8.12.01)

Niemand im Lande hat die Entscheidung des Justizministers verstanden, da die Koalition rot-gelb heißt und Puderbach aus dem schwarzen Lager kommt.

Niemand außer mir wagte es nachzufragen, welche gemeinsame Leiche die beiden im Keller haben. Die hiesige opportunistische Provinzpresse hat zwar groß darüber berichtet, aber genau diese Frage nicht gestellt. Auch unsere Partei ließ nichts verlauten. Transparenz schafft Vertrauen??

Jetzt kommt der Knackpunkt:

Die Ermittlungen in meinem simplen Prozessbetrugsfall fielen genau in die Zeit, in der  Puderbach sich mit Hilfe der hiesigen Presse in der Öffentlichkeit für den Posten des Landgerichtspräsidenten zu qualifizieren suchte.

Seine Behandlung des Falles Weihbischof Eisenbach in der Öffentlichkeit war peinlich und absolut menschenverachtend. Hier durfte der Zeitungsleser miterleben, wie eine hohe staatliche Stelle, nämlich die Leitung der Staatsanwaltschaft in Mainz namens Puderbach, die Würde des Menschen in den Dreck zog. (Diverse Artikel der Mainzer AZ)

Da durfte doch kein Strafrechtsfall zur Anklage kommen, in dem die Unfähigkeit und im weiteren Verlauf die Mauschelei der Staatsanwaltschaft offenbar wurde. Das wäre für die Richterschaft, die Puderbach als Präsidenten ganz klar ablehnten, ein gefundenes Fressen gewesen. Die Kandidatur wäre erledigt gewesen.

Deshalb sind die oben angeführten Fragen offen.

Wenn sich Ministerium und Staatsanwaltschaft einig sind, ist für mich der normale Rechtsweg beendet.

Deshalb strebe ich eine Ministeranklage nach der Verfassung unseres Landes an und werde mich dieserhalb an alle Fraktionen und einzelne Abgeordnete wenden.

Ich bin mir sicher, dass kein anständiger Bürger dieses Landes und keine rechtsstaatlich orientierte Partei ein kriminelles Justizministerium  und/oder eine kriminelle Staatsanwaltschaft haben will.

Lieber Herr Genscher, ich habe oben geschrieben, dass das alles unglaublich ist. Aber es ist alles beweisbar, eine andere Erklärung für die Vorgänge gibt es  nicht.

Von Ihnen und anderen Politikern habe ich in der Sache „Wiedervereinigung“ gelernt, dass Flexibilität und Beharrlichkeit zum Erfolg führen, also werde ich weiterkämpfen.

Ich kämpfe nicht für eine politische Überzeugung, in der man auch anderer Ansicht sein kann, ich kämpfe dafür, dass  Staatsorgane das geschriebene Recht anwenden, was in einem Rechtsstaat selbstverständlich sein sollte, und das in einem Bundesland, in dem ein Liberaler Justizminister ist.

Vielleicht gelingt es Ihnen, den Parteifreund Mertin zu einer schadenarmen Lösung zu überreden. Ich stehe nach wie vor auch jedem für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Sie werden verstehen, dass ich auf die Partei keine Rücksicht mehr nehmen kann!!

Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Familie verbleibe ich

Ihr

Detmar Hoeffgen

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