Assessor jur. Detmar Hoeffgen                                                                Kirchstr.51

                                                                                                            55597 Wöllstein

                                                                                                            Tel.:06703-3038-69

              25.10.2002

Der Bürgerbeauftragte

Herrn Ulrich Galle

Kaiserstr.32

55116 Mainz

Betr.: E 1641/02

Die Vernunft ist durchaus souverän">

Assessor jur. Detmar Hoeffgen                                                                Kirchstr.51

                                                                                                            55597 Wöllstein

                                                                                                            Tel.:06703-3038-69

              25.10.2002

Der Bürgerbeauftragte

Herrn Ulrich Galle

Kaiserstr.32

55116 Mainz

Betr.: E 1641/02

Die Vernunft ist durchaus souverän, sie erkennt keine Autorität über sich; keine Gewalt kann sie zwingen, für unrichtig anzunehmen, was sie für richtig erkannt hat.    Helmut von Moltke 1800-189

Sehr geehrter Herr Galle,

ich danke für Ihr Schreiben vom 23.10.2002

Erwartet hatte ich ein qualifiziertes Schreiben des Petitionsausschusses, in dem meine detaillierte Eingabe eingehend behandelt wird.

Stattdessen hat man Sie beauftragt mir mitzuteilen, dass meine Eingabe verworfen wird.

Weil Sie sich hier als Bote missbrauchen lassen, bekommen Sie auch den Segen ab.

Es wäre interessant zu erfahren, welcher Intelligenzbolzen auf die Idee gekommen ist, ich würde mich mit einem solchen Schrieb zufrieden geben.

In einem ordentlichen Petitionsausschuss hätte der 24.9.2002 nach der angeblich eingehenden Beratung im Ergebnis  zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses über kriminelles Verhalten des Justizministers und seiner Strafverfolgungsbehörden geführt.

Eine Begründung für die Entscheidung  hat man Ihnen nicht mitgeliefert, sie fehlt wohlweislich, es kann nämlich auch keine geben. Es müsste nämlich begründet werden:

1) warum das Legalitätsprinzip, also das zwingend vorgeschriebene Einschreiten der Strafverfolgungsbehörden bei Kenntnis von Straftaten, in meinem Fall außer kraft gesetzt wird

a) indem die Erforschung der materiellen Wahrheit vorsätzlich unterlassen wird ( geschehen im Fall des Prozessbetrugs)

b) indem meine Strafanzeige gegen den Justizminister und seine Mittäter unterm Tisch verschwindet,

c) indem  meine Strafanzeige gegen die Staatsanwältin Dietrich ebenfalls verschwindet,

2) offenkundige Widersprüche nicht aufgeklärt werden, obwohl ich zig-mal darauf hingewiesen habe. Die Klärung dieser Widersprüche würde ganz eindeutig zur Anklage im Prozessbetrug führen.

Hier wird mein Recht auf widerspruchsfreie Bescheidung verletzt.

Die Missachtung des Legalitätsprinzips ist nach herrschender Auffassung ein Straftatbestand nach § 258a des Strafgesetzbuches, nämlich Strafvereitelung im Amt. Hier haben sich die Strafverfolgungsbehörden mehrfach strafbar gemacht. Das finden Sie alles in den Akten, falls Sie die Akten überhaupt finden. Ich biete erneut meine Sammlung zur Einsichtnahme an, alles Originale!

In Ihrem Schreiben vom 16.8.2002 bestätigen Sie, dass das Justizministerium die Vorgehensweise der Strafverfolgungsbehörden ausdrücklich billigt. Hier habe ich mich gefragt, ob mein Parteifreund Justizminister Mertin jetzt vollends durchdreht. Ich denke, er ist nicht Herr im eigenen Haus und weiß nicht, was in seinem Namen angerichtet wird.

Weiter schreiben Sie, dass die Strafverfolger auf weiteren Tatsachenvortrag von mir warten. Dazu ist zu sagen, dass alle Fakten, die zum Verstehen, Verfolgen und Beweisen des Prozessbetrugs in den Akten vorhanden sind und von mir mehrfach wiederholt vorgetragen wurden. Diese Forderung ist einfach nur dumm, man darf nur nicht darauf hereinfallen.

Ich muss feststellen, dass sich das Land Rheinland-Pfalz aus der Gemeinschaft der rechtsstaatlich geführten Bundesländer verabschiedet hat.

Der Landtag hat versagt, weil er nicht in der Lage oder zu feige ist, die Frage nach der Einhaltung der Rechtsordnung zu stellen.

Begreift tatsächlich niemand, dass hier viel mehr verspielt wird, nämlich Ehre und Rechtsstaatlichkeit? Kann man der Justiz dieses Landes vertrauen? Ich denke nein!

Ist der Slogan „Wer zuschaut macht mit“, der zu mehr Zivilcourage auffordert, nicht eine einzige Heuchelei, wenn das höchste Gremium in diesem Land, nämlich der Landtag, selbst nicht danach handelt?

Nicht einmal die Opposition hat die Chance begriffen, die sich ihr hier geboten hat.

Ganz konkret gefragt: Haben wir Wahlbürger am 25. März 2001 ein Parlament von 101 Schlafmützen, Feiglinge und Opportunisten gewählt?

Es kann natürlich auch alles ganz anders sein:

Der Petitionsausschuss hat die Brisanz der Sache erfasst und die Entscheidung getroffen, dass es opportun ist, den Ruf karrieregeiler, rücksichtsloser menschen-und gesetzverachtender, also  krimineller Personen,  zu schützen und dafür Verrat an der eigenen Aufgabe zu begehen. Da muss der Bürger Hoeffgen einfach mal mit seinem Recht zurückstehen. Das ist ja alles so unangenehm, aber einfach.

Vielleicht wird der Landtag ja auch dazu erpresst? Wie ist es sonst möglich, dass er sich selbst dergestalt erniedrigt?

Weiter verweisen Sie auf den Inhalt Ihres Schreibens vom 16.8.2002, indem Sie mir meine Beschwerde an Puderbach als „Stellungnahme“ verkaufen wollten. Ich habe es Ihnen und dem Landtag gegenüber  widerlegt.

Puderbach hat Sie und den ganzen Landtag ganz einfach verarscht!

Sie bitten mich in Ihrem o.a. Schreiben um Verständnis für die unsubstantiierte, pauschale  Zurückweisung meiner Petition. Das kann doch nur ein Witz sein.

Als juristisch und historisch gebildeter Mensch vergleiche ich die Lage mit der des Deutschen Reiches zu Ende der Weimarer Republik. Die Volksvertreter haben damals auch gegenüber den kriminellen Elementen kapituliert und damit eine zwölfjährige Katastrophe mitverschuldet.

Es wird vielleicht noch dauern, aber die Rechtsordnung wird sich auch hier wieder durchsetzen.

Vor genau 40 Jahren hat es mal eine Presse gegeben, die es geschafft hat, die Bundesrepublik Deutschland von einem Verteidigungsminister Strauss zu befreien, der ebenfalls ein gestörtes Verhältnis zur Rechtsordnung und zur Wahrheit hatte.

Da war meine Partei, die FDP noch eine respektable demokratische Kraft im Land. Durch geschlossenen Rücktritt ihrer Minister hat sie die Wiederherstellung eines rechtmäßigen Zustandes erzwungen. Damals hatte die Partei noch Charakter.

Die heutige Presse ist über diesen Justizskandal in Rheinland-Pfalz ebenfalls informiert, ist aber entweder provinziell den Herrschenden verpflichtet (Ich meine die beiden Mainzer Zeitungen) oder mehr hinter Scheidungsgerüchten her als hinter politischen Informationen. An diese neue „Qualität“ journalistischen Verhaltens muss ich mich erst noch gewöhnen. Ein Gewinn für die Gesellschaft ist das jedenfalls nicht.

Ich werde weiterhin für die Rechtsordnung in meinem Land kämpfen, was bedeutet, dass ich gegen die dumpfen, kriminellen und hoch bezahlten Elemente kämpfen muss, die dieses Land herunterziehen wollen. Aber wohl mehr noch kämpfe ich gegen die Gleichgültigkeit, Feigheit und Angepasstheit derjenigen, die eigentlich zuständig sind, also Regierung, Parlament und Parteien.

 

Falls Ihnen allen meine Diktion nicht passt, habe ich einen sehr bekannten Lehrer:

 

Wer das Falsche verteidigen will, hat alle Ursache, leise aufzutreten und sich zu einer feinen Lebensart zu bekennen.

 

Wer aber das Recht auf seiner Seite fühlt, muss derb auftreten. Ein höfliches Recht will gar nichts bedeuten.

 

                       J.W.v.Goethe 1749-1832

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

PS: Sehen Sie, was ein mieser kleiner Prozessbetrug alles aktivieren kann, wenn ein Trottel ihn bearbeitet:

 

 

 

 

Aktenzeichen Will ./. Hoeffgen  (bisheriger Verbrauch)     Stand 25.10.2002

 

Erster Betrug Amtsgericht                                           82 C 122/98                Richterin Hillert

 

Berufung Landgericht                                      3 S 20/99                    Richterin Höfel

 

Meine Strafanzeige wg. Betrug und Meineid     3131 Js 011333/99     StA Prügel      

Eingestellt, Strafvereitelung im Amt

    

Zweiter Prozessbetrug                                     82 C 161/00                Richterin Hillert

Strafanzeige erstattet, liegt bei StA seit 21.8.02

 

Justizministerium                                                          4121 E 00-4-86

 

LtOStA  Puderbach     vom 1.3.2000 !!                                                         noch keine Antwort

 

Einstweilige Verfügung gegen mich                               82 C 335/00                Richterin Hillert           

 

Verfahren gegen Frau Hoeffgen                                   3132 Js 17857/00       StA´in Dietrich

(vom Richter eingestellt am 10.7.2001)

 

Verfahren gegen mich                                      3132 Js 19153            StA´in Dietrich

(eingestellt)

 

Verfahren gegen D.Will Falschaussage             3156 Js 012373/01     StA´in Gast

( ohne Logik eingestellt ) Strafvereitelung im Amt

 

Verfahren gegen D.Will Falsche EV                            3131 Js 013167/01     StA´in Dietrich

( ohne Logik eingestellt ) Strafvereitelung im Amt

 

Verfahren gegen D.Will Falsche Verdächtigung            ebenfalls  3131 Js 13167/01

( ohne Logik eingestellt ) Strafvereitelung im Amt

 

Verfahren gegen StA´in Dietrich vom 2.5.02                noch kein Az (vertuscht?)

wegen Rechtsbeugung in obiger Sache gegen

Barbara Hoeffgen 3132 Js 17857/00

Strafvereitelung im Amt

 

Strafanzeige gegen Justizminister Mertin                       noch kein Az (vertuscht?)

( Az beim Generalbundesanwalt  1 AR 252/02) Strafvereitelung im Amt

 

Fax an Ministerpräsidenten      30.4.01                       kein Az, beim JuMist gelandet

 

Schreiben an Ministerpräsidenten vom 16.1.2002        beantwortet, weitergeleitet an JuMist

 

Fax an F.D.P. Westerwelle      27.7.2001                   noch keine Antwort

 

Schreiben an Genscher vom 22.5.02                           noch keine Antwort

 

Schreiben an Rexrodt vom 27.8.02 per e-mail noch keine Antwort

 

Strafanzeige Kerstin Will vom 21.8.02 (Vorg.Nr.309101/12092002/08:28 Kripo Mainz Regner)

Am 12.9.2002 an StA Mainz abgegeben, vertuscht? Strafvereitelung im Amt?

 

 

wird fortgesetzt

 

 

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