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Ich
bin 1972 in die FDP eingetreten.
Damals war
die FDP eine liberale Partei, der man mit gutem Gewissen angehören konnte.
Sie wurde von
Persönlichkeiten gekennzeichnet, deren Authentizität und
human-charakterliche Kompetenz wegweisend war.
Ich nenne als
Beispiele nur Theodor Heuss, Karl-Hermann Flach, Walter Scheel.
Das alles hat
sich grundlegend geändert, ich will darauf im Einzelnen nicht eingehen.
Die FDP ist
gegenwärtig außerstande, in Berlin politische Verantwortung irgendeiner Art
zu übernehmen.
Als
unverbesserlicher Optimist hoffe ich immer noch auf eine Wendung zum
besseren, deshalb bin ich auch noch nicht ausgetreten.
Ich dachte,
einem langjährigen Parteifreund antwortet man zumindest mal.
Fehlanzeige.
Schreiben an Wolfgang Gerhardt
Schreiben an H.-D. Genscher
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Assessor jur. Detmar
Hoeffgen
FAX
An Dr. Guido Westerwelle Datum 27.7.2001
Betreff:
Gefährdetes Image unserer Partei
Lieber
Parteifreund,
dies ist wohl
mein letzter Versuch, Schaden abzuwenden.
In der Anlage
finden Sie eine Aktenzeichensammlung, die für einen simplen Prozessbetrug
mit Meineid ihresgleichen sucht.
Ich kämpfe seit
über 3 Jahren dafür, dass die Justizbehörden in Rheinland-Pfalz unter zu
Hilfenahme der Gesetzbücher und Kommentare ihre Arbeit machen.
Ich schaffe es
nicht, die Staatsanwaltschaften Mainz und Koblenz dazu zu bewegen,
ordentlich zu ermitteln.
Meine Beschwerde
beim Justizminister hätte ich mir sparen können, die Antworten sind nur
geeignet, Wut zu erzeugen.
Hier wird nach
allen Regeln der Kunst gemauschelt. Es soll unbedingt vermieden werden, dass
ein unabhängiger Richter die Sache in die Hand bekommt und die
katastrophalen Akten einsieht. Es müsste nur jemand unbefangen hingehen,
ordnungsgemäß ermitteln und die Widersprüche ausräumen.
Es wir aber
nicht ermittelt, die Beweisangebote werden rechtswidrig nicht genutzt.
Es wird noch ein
weiteres Imageproblem auf uns zukommen, nämlich der unglaubliche Vorgang mit
dem Weihbischof, der wohl jetzt in die Klageerzwingung geht. Hier wurde das
mutmaßliche Opfer bereits in der Öffentlichkeit als eventuell gestört
dargestellt.
Mit Einzelheiten
werde ich Sie nicht bemühen, aber um weiteren Schaden von mir abzuwenden,
muss ich die Öffentlichkeit einschalten.
Mir ist
klar, dass ich damit unsere Partei an den Pranger stelle, denn alles
geschieht unter der Federführung eines liberalen Justizministers.
Mir ist klar, dass
der Parteifreund Mertin es nicht leicht hat, weil er sich am unvergessenen
Peter Caesar messen lassen muss, aber es wird unserer Partei schlecht
bekommen, wenn wir ausgerechnet in unserer stärksten Disziplin nämlich im
Justizwesen, ein jammervolles Bild abgeben.
Mein in der
weiteren Anlage beigefügtes Fax an den Ministerpräsidenten wurde ans JuMist
weitergeleitet und dort als „Beschwerde“ angeblich geprüft und als
unbegründet verworfen.
Ich versichere
Ihnen: Wer die Akten geprüft und für in Ordnung befunden hat, ist ein
Trottel.
Falls Sie mir
überhaupt antworten wollen, würde ich eine qualifizierte Antwort als eine
Wohltat seitens eines Parteifreundes empfinden. Denn mit verfälschendem,
unverbindlichem und unsubstantiiertem dümmlichem Seich seitens des JuMist
und der Staatsanwaltschaften Koblenz und Mainz bin ich auf die nächsten 30
Jahre versorgt.
Es wäre schön,
wenn Sie verstehen wollten, dass ich Schaden von unserer Partei abwenden
will, das geht aber nicht so weit, dass ich Unrecht, Inkompetenz und
Mauschelei zu meinem eigenen erheblichen Schaden hinnehmen werde.
Mit freundlichen
Grüßen
Detmar
Hoeffgen
Anlagen
Aktenzeichen
Fax
an Kurt Beck
Erfolg: Keine
Reaktion, schamhaftes Schweigen |