Assessor jur. Detmar Hoeffgen
Kirchstr.51
55597 Wöllstein
Tel.:06703-3038-69
25.03.2005
MdL Christian Baldauf per e-mail
Betr.: Mertin und Seilschaft
Sehr geehrter Herr Baldauf,
es fällt mir schwer, an Ihre Aufrichtigkeit zu glauben,
trotzdem versuche ich es noch mal. Haben Sie den simplen Sachverhalt
tatsächlich nicht begriffen oder weigern Sie sich zur Kenntnis zu nehmen,
dass die Justiz in Mainz eine Art Mafia darstellt? Gehen Sie als Jurist von
den Fakten aus, das macht unseren Beruf aus!!
Ich setze voraus, dass Sie die StPO einigermaßen kennen.
Parlamentarische Anfrage:
Herr Minister, ich hatte am (Datum) nach der
Dienstaufsichtsbeschwerde des Hoeffgen gefragt. Diese ist bis heute nicht
beschieden.
Jeder Bürger hat in unserem Rechtsstaat einen
Anspruch auf Bescheidung seiner Eingaben. Dem kommen Sie als Justizminister
nicht nach.
Sie hatten am (Datum) u.a. geantwortet, dass
eine dort angemahnte Strafanzeige gegen StA´in Dietrich nicht beantwortet
und bearbeitet wird, weil sie „haltlos“ sei. Sie führen dafür eine
Gerichtsentscheidung an.
Auf die mir vorliegende Strafanzeige trifft
weder der Begriff „haltlos“ noch das zitierte Gerichturteil zu. In der
Strafanzeige wird hier eine Rechtsbeugung der StA´in dargestellt. Dieser
Vorwurf wird mit Beweisen untermauert. Zusätzlich wird der
Verfassungsgrundsatz der Verhältnismäßigkeit eingefordert, der in eklatanter
Weise missachtet wurde.
Ich muss feststellen, dass die Strafanzeige
ohne Rechtsgrund der Bearbeitung nach StPO und damit der gerichtlichen
Überprüfung entzogen wird, was nach StGB eine Strafvereitelung im Amt
darstellt.
Ich fasse zusammen: Sie haben im obigen
Schreiben bestätigt, dass im Fall Hoeffgen das Legalitätsprinzip in unserer
Rechtsordnung nicht beachtet wird und damit die gesamte Rechtsordnung dieses
Staates in Frage gestellt wird.
Herr Baldauf, diese Sache hat großes öffentliches Interesse.
Ich scheue mich aber, einen Journalisten an Sie weiterzuleiten, weil ich
nicht sicher bin, ob Sie den Kern der Sache begriffen haben. Sie könnten
sich aus meiner jetzigen Sicht bestenfalls blamieren.
Sollen wir uns mal mit etwas mehr Zeit zusammensetzen?
Mit freundlichen Grüßen

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